schnippewippe
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Drei mutmaßliche Mitglieder einer internationalen Bande stehen seit gestern vor Gericht. Darunter ein angesehener Anwalt
Als Gastgeber des „Politischen Salons“ hat Helmut G. schon viele Wirtschaftsbosse in Augsburg empfangen. Der 49-Jährige, ein Fachanwalt für Steuerrecht, war bis vor Kurzem Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der Familienunternehmen. Umso schwerer dürfte dem Juristen gestern sein Auftritt gefallen sein, als ihn um neun Uhr morgens zwei Wachtmeister in Handschellen in den Gerichtssaal führten. G. sitzt derzeit in Stadelheim in Untersuchungshaft. Die Anklage, für deren Verlesen Staatsanwalt Johannes Ballis allein eineinhalb Stunden benötigte, erhebt schwere Vorwürfe gegen den Juristen sowie ein mitangeklagtes Millionärsehepaar aus der Region.
Das Trio soll einem weit verzweigten Netz einer international operierenden Bande angehört haben, die seit etwa zehn Jahren mithilfe gefälschter Dokumente wohlhabende Geldanleger reinlegte, in der Regel Millionäre oder Vermögensverwalter. Konkret werden die Angeklagten des bandenmäßigen Betrugs sowie der Steuerhinterziehung beschuldigt. Bei Rechtsanwalt G. kommt noch der Vorwurf der gewerbsmäßigen Geldwäsche hinzu, weil er bei zwei Augsburger Privatbanken „Unterkonten“ führte, über die er ergaunerte Gelder an Dritte überwies. Überraschend bestätigten alle drei Angeklagte gleich zu Prozessbeginn „in vollem Umfang“ die ihnen zur Last gelegten Vorwürfe..........................mehr im link